Opfer von Straftaten Wir sind an deiner Seite

Seit einigen Jahren verzeichnen wir eine starke Zunahme an Gewaltbereitschaft und gewalttätigen Zwischenfällen in Zügen, Bussen und Verkehrsstationen. Pöbeln, Schubsen, Schlagen – mittlerweile leider trauriger Alltag. Opfer sind neben Kund:innen leider auch viele Kolleg:innen. 

Die EVG kämpft bereits seit Langem für mehr Sicherheit in Zügen, Bussen und Verkehrsstationen. Vieles wurde schon erreicht. Dazu zählt auch das kostenlose Hilfetelefon „Ruf Robin“. 

Ersthelfer Telefon Ruf Robin 0800 264 44 44

Du hast die Möglichkeit, sowohl von der DEVK als auch der GUV/FAKULTA finanzielle Leistungen oder Rechtsschutz zu erhalten, wenn du tätlich angegriffen wurdest. Daher empfehlen wir, im Fall eines Angriffs oder Unfalls bei beiden Partnern Anträge zu stellen. Auch „Ruf Robin“ unterstützt dich dabei.

Wir helfen, wo es geht

Als Opfer einer Straftat erhältst du unter anderem eine Verdoppelung der Versicherungssummen sowohl bei Invalidität als auch beim Unfall-Krankenhaustagegeld.

Darüber hinaus unterstützen wir dich mit bis zu 10.000 Euro für notwendige kosmetische Operationen. Für Umbau- und Umzugskosten bei schwerwiegender Invalidität erhältst du bis zu 10.000 Euro. Wenn du ambulant operiert werden musst, bekommst du einmalig 500 Euro Schmerzensgeld. Und du erhältst bei Bedarf auch Brillenersatz (bei mindestens 0,5 Dioptrien) in Höhe von bis zu 250 Euro.

Wir verhelfen dir zu deinem Recht

Die GUV/FAKULTA leistet dir Rechtsschutz in Fällen, in denen kein Rechtsschutz durch die EVG besteht, also beispielsweise zur Durchsetzung von Schadenersatz- oder Schmerzensgeldansprüchen gegen die Täter:innen.
 

Unbedingt beachten:

Du hast die Möglichkeit über die DEVK und der GUV/FAKULTA Leistungen zu beziehen. Daher ist es ratsam, bei beiden Partnern Anträge zu stellen.

Unfallmeldung DEVK 

Unfallmeldung GUV/FAKULTA

Alle Informationen zu den Versicherungsbedingungen der DEVK und der Unterstützungsordnung der GUV/FAKULTA

Bedingungen DEVK 

Bedingungen GUV/FAKULTA  

Verhaltensregeln im Schadensfall:

Jeder Unfall, jede Straftat, jeder erlebte Suizid, der sich während der Arbeit oder des Dienstes sowie auf dem Hin- und Rückweg ereignet, ist unverzüglich dem Arbeitgeber sowie der zuständigen Geschäftsstelle der EVG anzuzeigen.

Bei einer Straftat muss der Vorfall ebenfalls bei der Polizei zur Anzeige gebracht werden.

Um Ansprüche aus der Berufs-Unfallversicherung zu sichern und nachweisen zu können, ist es dringend erforderlich, sich sofort in ärztliche Behandlung zu begeben. Der Arzt ist dabei darauf hinzuweisen, dass bei ihm möglicherweise später eine Bescheinigung über die Unfallfolgen angefordert wird.

Als tätlicher Angriff gelten Raub, räuberische Erpressung, räube­rischer Diebstahl, Bedrohung mit einem gefährlichen Werkzeug (z.B. Messer) sowie eine ernsthafte Drohung mit einer das Leben gefährdenden Behandlung.

Wichtig:

Die Verletzung muss unverzüglich ärztlich festgestellt und innerhalb eines Monats nach der ärztlichen Feststellung geltend gemacht werden. Der Anspruch entsteht nach Eintritt des Unfalls. Er erlischt mit Ablauf eines Jahres, vom Unfalltage an.

Schmerzensgeld bei Suizid oder tätlichem Angriff:

Wird infolge eines Schienensuizid oder eines tätlichen Angriffs die versicherte Person aufgrund einer psychischen Störung innerhalb von 14 Tagen nach dem Ereignis mindestens eine Woche (7 Tage) arbeitsunfähig krankgeschrieben, wird eine einmalige Entschädigung in Höhe von 500 Euro gezahlt.

Führt eine gegen den Mitarbeiter gerichtete Straftat zu Verletzungen, kann je nach Art der Verletzung ein Schmerzensgeldanspruch entstehen. Die maximale Versicherungsleistung liegt bei 7.500 Euro.

Die Grundlage für die Berechnung des Anspruches entnimmt die DEVK dem Arztbericht!

Wir helfen, wo es geht:

Als Opfer einer Straftat während der Berufsausübung erhältst du unter anderem eine Verdoppelung der Versicherungssummen bei Invalidität und bei dem Unfall-Krankenhaustagegeld.

Darüber hinaus bekommst Du bis zu 10.000 Euro für notwendigen kosmetischen Operationen und bis zu 10.000 Euro für den Umbau- und Umzugskosten bei schwerwiegender Invalidität. Du erhältst einen Brillenersatz (bei mindestens 0,5 Dioptrien) in Höhe von bis zu 250 Euro. Wenn der betroffene ambulant operiert werden muss, bekommt er einmalig 500 Euro Schmerzensgeld.

 

GUV/FAKULTA Arbeits-/Dienstunfallschutz (je nach Lage des Einzelfalls)

  • Bei Krankenhausaufenthalt von mindestens 48 Stunden Dauer 300 Euro, ab dem 3. Krankenhaustag je 10 Euro, bis höchstens insgesamt 600 Euro
  • Unterstützung bei Eintritt von Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeit als Folge eines Arbeits- bzw. Dienstunfalls einmaliger Betrag 12.000 Euro
  • Unterstützung der Hinterbliebenen nach Unfalltod des GUV/FAKULTA-Mitglieds im Rahmen eines Arbeits- bzw. Dienstunfalls, einmaliger Betrag 6.000 Euro

Wichtig: Die GUV/FAKULTA ist keine Versicherung. Sie ist eine Einrichtung der Einzelgewerkschaften im Deutschen Gewerkschaftsbund. Die Mitglieder schützen sich damit gegen Risiken bei beruflicher und dienstlicher Tätigkeit. Die GUV/FAKULTA prüft immer den Einzelfall. Ein Rechtsanspruch auf die Leistungen besteht nicht.

Verhaltensregeln im Schadensfall

Jede Straftat und jeder erlebte Suizid, der sich während der Arbeit oder auf dem Hin- und Rückweg ereignet, ist unverzüglich dem Arbeitgeber sowie der zuständigen Geschäftsstelle der EVG anzuzeigen.

Eine erlittene Verletzung muss unverzüglich festgestellt und dokumentiert werden! Um Ansprüche aus der Berufs-Unfallversicherung zu sichern, ist es dringend erforderlich, dass du dich sofort in ärztliche Behandlung begibst. Bitte informiere die behandelnden Ärzt:innen darüber, dass möglicherweise später eine Bescheinigung über die Unfallfolgen (Arztbericht) von ihnen angefordert wird.

Unfallmeldung DEVK 

Unfallmeldung GUV/FAKULTA

Fülle die Unfallmeldung(en) vollständig aus und sende sie an deine zuständige EVG-Geschäftsstelle. Du musst auch eine Bescheinigung deines Arbeitgebers beifügen, dass sich der Vorfall während der Arbeitszeit ereignet hat. Die Bescheinigung erhältst du bei deinem Personalbüro.

Im Fall eines körperlichen Schadens wird auch eine Bescheinigung der behandelnden Ärzt:innen oder des Krankenhauses über die Verletzungsart und deine Aufenthaltsdauer benötigt.

Straftat bei der Polizei zur Anzeige bringen!

Bei einem tätlichen Angriff gegen dich muss der Vorfall unbedingt bei der Polizei zur Anzeige gebracht werden. Als tätlicher Angriff gelten Raub, räuberische Erpressung, räuberischer Diebstahl, Bedrohung mit einem gefährlichen Werkzeug (z. B. Messer) sowie eine ernsthafte Drohung mit einer das Leben gefährdenden Behandlung.

Schmerzensgeld bei tätlichem Angriff oder miterlebtem Suizid

Führt eine gegen dich gerichtete Straftat zu Verletzungen, kann je nach Art der Verletzung ein Schmerzensgeldanspruch entstehen. Die maximale Versicherungsleistung liegt bei 7.500 Euro. Die Grundlage für die Berechnung des Anspruchs entnimmt die DEVK dem Arztbericht!

Wirst du infolge eines erlebten Schienensuizids oder tätlichen Angriffs aufgrund einer psychischen Störung innerhalb von 14 Tagen nach dem Ereignis für mindestens eine Woche (7 Tage) arbeitsunfähig krankgeschrieben, wird dir eine einmalige Entschädigung in Höhe von 500 Euro gezahlt.

Wichtig: Der Anspruch auf Leistungen aus der Berufs-Unfallversicherung entsteht mit Eintritt des Unfalls und muss innerhalb eines Monats nach der ärztlichen Feststellung geltend gemacht werden. Er erlischt mit Ablauf eines Jahres, vom Unfalltag an.
 

Was ist abgesichert?

  • DEVK-Arbeits-/Wegeunfallversicherung

    Auszug aus den Leistungen im Schadensfall

    • Invaliditätsentschädigung in Höhe des 7-fachen Monatstabellenentgelts, mindestens jedoch 15.000 Euro
    • Unfall-Krankenhaustagegeld in Höhe von bis zu 60 Prozent eines Monatstabellenentgelts, jedoch höchstens 100 Euro am Tag
    • Genesungsgeld in Höhe von 50 Prozent des Unfall-Krankenhaustagegelds für die gleiche Dauer, jedoch maximal für 100 Tage
    • Wird infolge eines versicherten Unfalls die versicherte Person ambulant operiert, um eine stationäre Behandlung zu vermeiden, so erhält sie das vereinbarte Unfall-Krankenhaustagegeld für die Dauer von 5 Tagen
    • Übergangsgeld bei Berufsunfähigkeit in Höhe von 10.000 Euro; auch bei unmittelbar erlebtem Schienensuizid, unmittelbar erlebtem Suizid als Busfahrer:in oder tätlichem Angriff
    • Verdoppelung der genannten Versicherungssummen sowohl bei Invalidität als auch des Unfall-Krankenhaustagegelds als Opfer einer Straftat"
  • GUV/FAKULTA-Arbeits-/Dienstunfallschutz

    Je nach Lage des Einzelfalls

    • bei Krankenhausaufenthalt von mindestens 48 Stunden Dauer 300 Euro, ab dem 3. Krankenhaustag je 10 Euro, bis höchstens insgesamt 600 Euro
    • Unterstützung bei Eintritt von Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeit als Folge eines Arbeits- bzw. Dienstunfalls einmaliger Betrag 12.000 Euro
    • Unterstützung der Hinterbliebenen nach Unfalltod im Rahmen eines Arbeits- bzw. Dienstunfalls, einmaliger Betrag 6.000 Euro

    Zu beachten ist: Die GUV/FAKULTA ist keine Versicherung. Sie ist eine Unterstützungseinrichtung der DGB-Gewerkschaften. Die GUV/FAKULTA prüft jeden Einzelfall ganz individuell. Ein Rechtsanspruch auf die Leistungen besteht nicht.
     

Häufige Fragen und unsere Antworten

  • Wer ist abgesichert?

    Alle förderberechtigten EVG-Mitglieder.

    Also alle EVG Mitglieder, die im aktiven Berufsleben stehen und in einem Unternehmen arbeiten, das mit der EVG einen SozialsicherungsTV abgeschlossen hat. Weitere Informationen hierzu findest Du HIER."
     

  • Was gilt als „tätlicher Angriff“

    Als tätlicher Angriff gelten Raub, räuberische Erpressung, räuberischer Diebstahl, Bedrohung mit einem gefährlichen Werkzeug (z. B. Messer) sowie eine ernsthafte Drohung mit einer das Leben gefährdenden Behandlung.

  • Weshalb sprecht ihr so oft von Unfall?

    Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis (Unfallereignis) unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet. Rechtlich gesehen ist auch ein tätlicher Angriff gegen dich ein Unfall. 

  • Was muss ich im Schadensfall beachten?

    "Einen Überblick findest du im Kasten „Verhaltensregeln im Schadensfall“.

    Wenn du weitere Fragen hast, wende dich an unsere regionalen Ansprechpartner:innen."
     

  • Wie hoch ist das Schmerzensgeld für Opfer von Straftaten?

    Auszug aus den Schmerzensgeld-Leistungen 

    Brüche, Schädeldach, Schädelbasis, Becken    100 %    7.500 Euro
    Schultergelenk, Ellenbogen, Hüftgelenk, Knie    80 %    6.000 Euro
    Arm, Bein, Hals-, Brust-, Lendenwirbelsäule    60 %    4.500 Euro
    Hand, Fuß, Handgelenk, Kiefergelenk, Sprunggelenk    40 %    3.000 Euro
    Finger oder mehrere Finger    10 %    750 Euro

    Sonstige Verletzungen          
    Gehirnerschütterung (Commotio cerebri)    10 %    750 Euro
    Schnittwunde, die genäht werden muss    10 %    750 Euro
    Prellungen mit Hämatombildung    5 %    375 Euro
    Finger-/Fußnagelverletzung, vollständige Nagelentfernung    10 %    750 Euro

    100 Prozent bedeuten 7.500 Euro Schmerzensgeld. Abweichende Prozentwerte entsprechend weniger.

  • Welche Unterlagen muss ich wem einreichen?

    Die ausgefüllte Unfallmeldung der DEVK musst du von deiner zuständigen EVG-Geschäftsstelle bestätigen lassen und an die DEVK senden. Den Antrag an die GUV/FAKULTA leitet deine EVG-Geschäftsstelle für dich weiter.

    Unfallmeldung DEVK
    Unfallmeldung GUV/FAKULTA

    Du musst Folgendes beifügen:

    • eine Bescheinigung des Arbeitgebers, dass sich der Unfall in der Arbeitszeit ereignet hat
    • als Opfer eines tätlichen Angriffs zusätzlich eine Bescheinigung, dass der Vorfall bei der Polizei angezeigt wurde
    • falls du verletzt wurdest, eine Bescheinigung der behandelnden Ärzt:innen oder des Krankenhauses
  • Wo finde ich eine Übersicht aller versicherten Leistungen?

    Hier findest du alle Informationen zu den Versicherungsbedingungen der DEVK und der Unterstützungsordnung der GUV/FAKULTA. Du findest sie auch kompakt gesammelt in unserer Schutzmappe.

    Bedingungen DEVK
    Bedingungen GUV/FAKULTA
    Bedingungen DEVK Freizeitunfallversicherung

    Download Schutzmappe

  • Kann ich die Fondsleistungen nutzen, wenn ich im Ruhestand bin?

    Nein. Es muss ein aktives Beschäftigungsverhältnis mit einem Unternehmen bestehen, das einen SozialSicherungs-Tarifvertrag abgeschlossen hat.

    Unsere Leistungen werden ausschließlich aus Mitteln finanziert, die auf Grundlage dieses Tarifvertrags bereitgestellt werden. Wie bei allen tarifvertraglichen Leistungen können auch wir unsere Leistungen nur dann gewähren, wenn der Tarifvertrag noch persönliche Gültigkeit hat. Das ist bei Kolleg:innen, die nicht mehr im Erwerbsleben stehen, nicht der Fall.