Beruhigt gesund werden

Wenn bei langer Arbeitsunfähigkeit als Folge einer schweren Verletzung oder Krankheit in der Freizeit die Entgeltfordzahlung endet, ist das oft erst einmal ein Schock! Dann überweist dir die Krankenkasse nämlich nur noch rund 70 Prozent des regelmäßigen Arbeitsentgelts. Das macht sich beim Nettogehalt natürlich stark bemerkbar. 

Hilfe nach Ende der Entgeltfortzahlung

Das Krankentagegeld erhältst du nach einem vollen Kalendermonat ohne Arbeitgeberleistungen, also ohne Entgeltfortzahlung oder Zuschuss zum Krankengeld. Die DEVK zahlt den in Vollzeit beschäftigten Arbeitnehmer:innen 5 Euro brutto und Teilzeitbeschäftigten 3 Euro brutto pro Kalendertag.

Die Auszahlung erfolgt immer für den vorherigen Monat (z. B. im November für den Oktober). Dazu muss der Nachweis über deine Arbeitsunfähigkeit für den ganzen Kalendermonat vorgelegt werden.

Antrag Krankentagegeld

Bedingungen für das Krankentagegeld

Diese Leistung steht nur förderberechtigten Tarifkräften zu. Bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit musst du außerdem eine mindestens zweijährige ununterbrochene Betriebszugehörigkeit in einem Unternehmen im Geltungsbereich nachweisen können. Diese Bescheinigung erhältst du beim DB Personalservice bzw. der Personalabteilung.

Wenn du also den Arbeitgeber innerhalb der letzten 2 Jahre vor dem Eintreten des Krankenfalls gewechselt hast und beide Arbeitgeber im Geltungsbereich des Fonds soziale Sicherung sind, kannst du die Förderung in Anspruch nehmen. Dem Antrag müssen dann alle Bescheinigungen der Betriebszugehörigkeit beigefügt werden damit die lückenlose Betriebszugehörigkeit für zwei Jahre nachgewiesen werden kann. 

Was brauche ich für den Antrag?

Du benötigst eine aktuelle Arbeitgeberbescheinigung für das Krankentagegeld und deine steuerliche Identifikationsnummer (beim DB Personalservice bzw. der Personalabteilung erhältlich) mit Angabe, seit wann eine ununterbrochene Betriebszugehörigkeit besteht und wann die Entgeltfortzahlung endet und ob du Voll- oder in Teilzeit arbeitest. 

Die DEVK prüft den Antrag auf Krankentagegeld inhaltlich und sendet Dir einen Vordruck zum „Nachweis über Arbeitsunfähigkeit" sowie eine aus datenschutzrechtlichen Gründen zu unterzeichnende "Einwilligung in die Erhebung und Verwendung von Gesundheitsdaten und Schweigepflichtentbindungserklärung" zu.

Bitte beachte, dass die Prüfung und Bearbeitung des Antrags auf Krankentagegeld sowie eine Krankentagegeldzahlung durch die DEVK ohne diese Unterlagen nicht möglich sind. Nach Erhalt der erforderlichen Unterlagen erfolgt die weitere Prüfung des Vorgangs und bei bestehendem Leistungsanspruch die Auszahlung des Krankentagegeldes.

Alle Informationen zum Krankentagegeld haben wir dir in unserem Merkblatt zusammengestellt.

FAQs

  • Kann ich das Krankentagegeld auch rückwirkend beantragen?

    Ja, das Krankentagegeld kann ab dem Datum der Antragstellung 12 Monate rückwirkend beantragt werden.

    Bitte besprich ggf. deinen Fall mit der EVG-Geschäftsstelle oder einem bzw. einer unserer Außendienstmitarbeiter:innen.

  • Wie läuft so ein Antrag ab?

    Bedingungen für das Krankentagegeld

    Du musst mindestens eine zweijährige ununterbrochene Betriebszugehörigkeit in einem Unternehmen im Geltungsbereich nachweisen können.

    Wenn du den Arbeitgeber innerhalb der letzten 2 Jahre vor dem Eintreten des Krankenfalls gewechselt hast und beide Arbeitgeber im Geltungsbereich des Fonds soziale Sicherung sind, kannst du die Förderung in Anspruch nehmen. Dem Antrag müssen dann alle Bescheinigungen der Betriebszugehörigkeit beigefügt werden damit die lückenlose Betriebszugehörigkeit für zwei Jahre nachgewiesen werden kann. 

    Du benötigst eine aktuelle Arbeitgeberbescheinigung für das Krankentagegeld und deine steuerliche Identifikationsnummer (beim DB Personalservice bzw. der Personalabteilung erhältlich) mit Angabe, seit wann eine ununterbrochene Betriebszugehörigkeit besteht und wann die Entgeltfortzahlung endete und ob du Voll- oder  in Teilzeit arbeitest.

    Die DEVK prüft den Antrag auf Krankentagegeld inhaltlich und sendet Dir einen Vordruck zum „Nachweis über Arbeitsunfähigkeit" sowie eine aus datenschutzrechtlichen Gründen zu unterzeichnende "Einwilligung in die Erhebung und Verwendung von Gesundheitsdaten und Schweigepflichtentbindungserklärung" zu. Bitte beachte, dass die Prüfung und Bearbeitung des Antrags auf Krankentagegeld sowie eine Krankentagegeldzahlung durch die DEVK ohne diese Unterlagen nicht möglich sind.

    Nach Erhalt der erforderlichen Unterlagen erfolgt die weitere Prüfung des Vorgangs und bei bestehendem Leistungsanspruch die Auszahlung des Krankentagegeldes.

    Alle Informationen zum Krankentagegeld haben wir dir in unserem Merkblatt zusammengestellt.

  • Gibt es Bedingungen, die dazu führen, dass ich kein Krankentagegeld bekommen kann?

    Für die Kalendermonate, in denen Leistungen des Arbeitgebers in Form einer Entgeltfortzahlung, eines Zuschusses zum Krankengeld oder, nach Gesundschreibung, in Form des Arbeitsentgelts erbracht wurden, ist keine Zahlung von Krankentagegeld möglich.

    Dieses Krankentagegeld erhältst du nicht bei Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten, denn in diesen Fällen gelten andere Regelungen bzw. Leistungen. Schau dir in diesem Fall auch das Kapitel „Berufs- und Wegeunfall“ an. Dort findest du Informationen.

  • Könnt ihr mir ein Beispiel geben, wie das Krankentagegeld sich berechnet?

    Klar, hier kommt ein Beispiel:

    Du bist nach einem Freizeitunfall, bei dem du einen komplizierten Beinbruch, der operativ versorgt werden musste, erlitten hast, seit dem 2. Februar krankgeschrieben. Die Entgeltfortzahlung endet nach 6 Wochen am 14. März. Du erhältst keinen Arbeitgeberzuschuss zum Krankengeld. Damit beginnt dein Anspruch auf Krankentagegeld bei der DEVK am 1. April. 

    Die Auszahlung erfolgt immer für den vorherigen Monat (z. B. im Mai für den April). Dazu muss der Nachweis über deine Arbeitsunfähigkeit für den ganzen Kalendermonat vorgelegt werden.

    Um das Krankentagegeld zu bekommen, reichst du den von dir und deinem Arzt ausgefüllten DEVK-Vordruck "Nachweis über Arbeitsunfähigkeit" Anfang Mai bei der DEVK ein.

    Als Vollzeitkraft erhältst du für jeden kompletten Kalendermonat ca. 150 Euro brutto. Bist du also wegen des Beinbruchs 10 volle Kalendermonate arbeitsunfähig (ohne Entgeltfortzahlung, Zuschuss zum Krankengeld oder andere Arbeitgeberleistungen zu erhalten), stehen dir somit ca. 1.500 Euro brutto zu.

    Da diese Gelder zu versteuern sind, werden von dem Auszahlungsbetrag 20% Pauschalversteuerung einbehalten und durch den Fonds an das Finanzamt abgeführt. Zur Gewährleistung dieser Abführung ist die persönliche steuerliche Identifikationsnummer erforderlich. Es handelt sich hierbei nicht um eine pauschale Lohnsteuer i. S. d. §§ 40 ff. Einkommensteuergesetz (EStG).

    Schuldner der Lohnsteuer bleibt der/die Arbeitnehmer: in. Das als Arbeitslohn zu versteuernde Krankentagegeld ist daher im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung des/der Arbeitnehmers: in zu erfassen und die pauschal erhobene Lohnsteuer auf die Einkommensteuerschuld anzurechnen. Hierdurch kann es ggf. zu einer Nachforderung des Finanzamtes kommen. Der/die Arbeitnehmerin erhält über den abgeführten Betrag und über die Höhe des Bruttobetrages des Krankentagegeldes im Folgejahr automatisch eine elektronische Lohnsteuerbescheinigung als Nachweis.

  • Wer kann diese Förderung in Anspruch nehmen?

    Diese Leistung steht nur förderberechtigten Tarifkräften zu. Du musst außerdem eine mindestens zweijährige ununterbrochene Betriebszugehörigkeit in einem Unternehmen im Geltungsbereich nachweisen können.

    Wenn du also den Arbeitgeber innerhalb der letzten 2 Jahre vor dem Eintreten des Krankenfalls gewechselt hast und beide Arbeitgeber im Geltungsbereich des Fonds soziale Sicherung sind, kannst du die Förderung in Anspruch nehmen. Dem Antrag müssen dann alle Bescheinigungen der Betriebszugehörigkeit beigefügt werden damit die lückenlose Betriebszugehörigkeit für zwei Jahre nachgewiesen werden kann. 

  • Welche Unterlagen muss ich dem Antrag beifügen?

    Du benötigst eine aktuelle Arbeitgeberbescheinigung mit der Angabe, seit wann eine ununterbrochene Betriebszugehörigkeit besteht, wann die Entgeltfortzahlung endete und ob du in Voll- oder Teilzeit arbeitest. Diese Bescheinigung erhältst du beim DB Personalservice bzw. der Personalabteilung.

    Du musst eine mindestens zweijährige ununterbrochene Betriebszugehörigkeit in einem Unternehmen im Geltungsbereich nachweisen können.

    Wenn du also den Arbeitgeber innerhalb der letzten 2 Jahre vor dem Eintreten des Krankenfalls gewechselt hast und beide Arbeitgeber im Geltungsbereich des Fonds soziale Sicherung sind, kannst du die Förderung in Anspruch nehmen. Dem Antrag müssen dann alle Bescheinigungen der Betriebszugehörigkeit beigefügt werden damit die lückenlose Betriebszugehörigkeit für zwei Jahre nachgewiesen werden kann.