Hilft einfach – unser Hilfs- und Heilmittelzuschuss

Unsere Förderung für ärztlich verordnete Hilfs- und Heilmittel von bis zu 600 Euro erhältst du jedes Kalenderjahr. Er ist Bestandteil deines jährlichen Hilfs- und Heilmittelbudgets in Höhe von 600 Euro, das die Leistungen Brille, Hörgeräte, Physio für dich und Hilfs- und Heilmittel abdeckt.

Antrag Hilfs- und Heilmittel

Lass dir von uns helfen

Ärztlich verordnete medizinische Hilfs- und Heilmittel sollen eine medizinische Therapie unterstützen, um Verletzungen oder Beschwerden zu heilen oder zumindest zu lindern. 

Medizinische Hilfsmittel sind Gegenstände, die von dir genutzt werden, um eine Krankenbehandlung zu unterstützen oder Krankheiten vorzubeugen. Sie gleichen körperliche oder organische Defizite aus und/oder lindern diese.

Medizinische Heilmittel sind nicht-ärztliche Behandlungsverfahren, die von ausgebildeten Therapeut:innen erbracht werden, z. B. Physiotherapie (Krankengymnastik, Bewegungs- oder manuelle Therapie), Logopädie, Podologie, Ergotherapie oder Ernährungstherapeuten.

Darüber hinaus kannst du auch einen Zuschuss für den Eigenanteil eines Reha- oder Krankenhausaufenthalts bis 10 Euro pro Tag beantragen.

Hinweise zu medizinischen Hilfs- und Heilmitteln

Wir fördern Produkte, die im sogenannten Hilfsmittel-Verzeichnis des GKV-Spitzenverbands aufgelistet sind und die dir verschrieben wurden. Die Verschreibung muss auf einem roten (gesetzliche Krankenversicherung) oder einem blauen (privat Versicherte) erfolgen.

Förderfähige Beispiele

  • Bandagen
  • Schuheinlagen
  • Perücken
  • Krankengymnastik
  • manuelle Therapie
  • Eigenanteil für verordnete Reha- oder Kuraufenthalte bis 10 Euro pro Tag (max. 600 Euro)
  • Eigenanteil für Krankenhausaufenthalte (bis max. 280 Euro)

Nicht förderfähige Beispiele

  • Hydrojetmassage
  • Osteopathie
  • Medikamente
  • Heilpraktiker und privatärztliche Behandlungen (inkl. sogenannter IGeL-Leistungen)

Wenn du nicht sicher bist, ob deine Rechnung förderfähig ist, frag bei unserem Außendienst nach.

Der richtige Einkauf medizinischer Hilfsmittel
Medizinische Hilfsmittel müssen im Fachhandel, also bei Sanitätshäusern, Orthopädie- und Schuhtechnikern, oder z. B. einem Online-Fachhandel bezogen/gekauft werden. Hilfsmittel, die beispielsweise bei einem Supermarkt oder Discounter gekauft wurden, sind nicht förderfähig, da wir einen Kassenbon nicht als Beleg akzeptieren können! 

Bei verschreibungspflichtigen Hilfs- und Heilmitteln musst du uns eine Kopie des Rezepts beifügen. Anerkannt werden nur das rote Rezept für gesetzlich Versicherte bzw. das blaue Rezept für privat Versicherte.
 

Häufige Fragen und unsere Antworten

  • Wer wird gefördert?

    Alle förderberechtigten EVG-Mitglieder.
    Also alle EVG Mitglieder, die im aktiven Berufsleben stehen und in einem Unternehmen arbeiten, das mit der EVG einen SozialsicherungsTV abgeschlossen hat. Weitere Informationen hierzu findest Du HIER.

  • Bis wann kann ich einen Förderantrag stellen?

    Der Förderantrag muss bis spätestens Ende Februar des Folgejahres gestellt werden. Entscheidend für die Anerkennung des Antrages ist das Jahr, in dem die Leistung erbracht bzw. (erstmals) genutzt wurde.

    Wenn z.B. das Hilfsmittel, die Brille, das Hörgerät im Dezember 2020 gekauft oder die Kur in Jahr 2020 stattgefunden hat, dann musst du deinen Antrag bis 28. Februar 2021 stellen.

  • Werden auch Möbel (z.B. Schreibtischstuhl) bezuschusst?

    Nein, Möbel, egal welcher Art, sind keine Hilfsmittel! Auch ein orthopädischer Stuhl oder Schreibtisch kann nicht von uns gefördert werden.

  • Worauf muss ich bei der Anschaffung berufsbezogener Hilfsmittel achten?

    Alle Hilfsmittel müssen bei Sanitätshäusern, Orthopädieschuhtechnikern, Apotheken o. Ä. bezogen/gekauft werden. Hier erfährst du auch, ob das gewünschte Hilfsmittel im Hilfsmittelverzeichnis gelistet ist. Eine Onlinebestellung im entsprechenden Fachhandel ist auch möglich. 

    Rechnungen müssen auf dich persönlich ausgestellt sein. Ein einfacher Kassenbon reicht nicht aus. Wenn die Rechnung nicht gleichzeitig ein Zahlungsbeleg ist, muss die Zahlung zusätzlich belegt werden.

    Wenn möglich, sollte auf der Rechnung auch die Nummer des Hilfsmittels aus dem Hilfsmittelkatalog aufgeführt sein; in jedem Fall muss das Hilfsmittel genau bezeichnet werden.

  • Was sind medizinische Hilfsmittel?

    Medizinische Hilfsmittel sind Gegenstände, die von dir selbst genutzt werden.

    Sie gleichen körperliche oder organische Defizite aus und/oder lindern diese. Hilfsmittel, die einen nachweisbaren therapeutischen Nutzen haben, werden in der Regel von den Krankenkassen bezuschusst. Von uns kann nur der von dir zu zahlende Eigenanteil der Hilfsmittel gefördert werden.

    Alle förderfähigen Produkte sind im sogenannten Hilfsmittel-Verzeichnis des GKV-Spitzenverbands aufgelistet.

  • Worauf muss ich bei der Beschaffung von medizinischen Hilfsmitteln achten?

    Alle Hilfsmittel müssen bei Sanitätshäusern, Orthopädieschuhtechnikern, Apotheken o. Ä. bezogen/gekauft werden. Hier kannst du auch erfahren, ob das gewünschte Hilfsmittel im Hilfsmittelverzeichnis gelistet ist. Eine Onlinebestellung im entsprechenden Fachhandel ist auch möglich. 

    Rechnungen müssen auf dich persönlich ausgestellt sein. Ein einfacher Kassenbon reicht nicht aus. Wenn die Rechnung nicht gleichzeitig ein Zahlungsbeleg ist, muss die Zahlung zusätzlich nachgewiesen werden. Wenn möglich, sollte auf der Rechnung auch die Nummer des Hilfsmittels aus dem Hilfsmittelkatalog aufgeführt sein; in jedem Fall muss aber das Hilfsmittel näher bezeichnet werden.

  • Worin liegt der Unterschied zu berufsbezogenen Hilfsmitteln?

    Anders als medizinische Hilfsmittel sind berufsbezogene Hilfsmittel Gegenstände, die dich körperlich bei der Arbeit unterstützen, nicht ärztlich verordnet wurden und die nicht vom Arbeitgeber bezahlt werden müssen. Dazu zählen z. B. Bandagen, Schuheinlagen, Gehhilfen oder Tragegurte. Wenn sie ohne Rezept gefördert werden sollen, muss ein Bezug zum Einsatz im beruflichen Umfeld deutlich erkennbar sein. 
     

  • Was sind medizinische Heilmittel?

    "Heilmittel sind Behandlungen, die im Sinne der gesetzlichen Krankenkassen durch ausgebildete Therapeut:innen persönlich erbracht werden und die einem der folgenden Therapiebereiche zuzuordnen sind:

    • physikalische Therapie (z. B. Physiotherapie)
    • podologische Therapie (z. B. medizinische Fußpflege)
    • Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie (z. B. Logopädie)
    • Ergotherapie (z. B. Wiederherstellen der Selbstständigkeit nach einem Unfall)
    • Ernährungstherapie (z. B. Gewichtsreduzierung)

    Heilmittel sind also nicht ärztliche Behandlungsverfahren, die von ausgebildeten Therapeut:innen erbracht werden. 

    Heilmittel, die einen nachweisbaren therapeutischen Nutzen haben, werden in der Regel von den Krankenkassen bezuschusst. Daher kann von uns nur der von dir zu zahlende Eigenanteil gefördert werden.
     

  • Welche Heilmittel werden nicht gefördert?

    Unsere Förderung richtet sich nach den Definitionen des Sozialgesetzbuchs und dem entsprechenden Heilmittelkatalog des Gemeinsamen Bundesausschusses.

    Daher sind u. a. folgende Leistungen nicht förderfähig: 

    • Hydrojetmassage 
    • Osteopathie 
    • Medikamente 
    • allgemeine Verbrauchsmaterialien 
    • Heilpraktiker- und naturheilkundliche Behandlungen 
    • ärztliche Behandlungen, die du selbst zahlen musst (sogenannte IGeL-Leistungen)
       
  • Welche Rezepte werden anerkannt? Werden auch Privatrezepte anerkannt?

    Generell werden nur Verschreibungen Mittels eines des blauen (privat Versicherte) oder des roten (gesetzlich Versicherte) Rezepts, sowie Heilmittelverordnungen erstattet. Alle anderen Rezepte stellen empfehlungen der behandelnden Ärzt:innen da und können nicht gefördert werden.

    Das Rezept (rot oder blau) und die Rechnung müssen dabei auf deinen Namen ausgestellt sein.

    Die Rechnung muss vorab bezahlt und ein Zahlungsbeleg beigefügt werden.

  • Kann ich mehrere Rechnungen im Jahr einreichen?

    Ja, aber der einzelne Antrag sollte einen Mindesterstattungswert von 50 Euro aufweisen. Sammle hierfür deine Rechnungen aus dem jeweiligen Kalenderjahr und füge sie mit den geforderten Belegen dem Antrag bei. Wenn deine Gesamtkosten innerhalb eines Jahres unter 50 Euro liegen, kannst du sie am Ende des Jahres natürlich auch einreichen.

    Das hilft auch allen anderen Kolleg:innen, weil es die Bearbeitungszeiten reduziert und wenn das alle machen, reduziert es auch die Wartezeiten.

  • Welche Unterlagen werden für den Antrag für verordnete Hilfs- und Heilmittel benötigt?

    Folgende Unterlagen werden benötigt:

    • eine Rechnung über das Hilfsmittel, auf der sowohl dein Name und deine Anschrift vermerkt sind
    • bei medizinischen Hilfsmitteln aus dem Hilfsmittelkatalog ggf. Nachweise über Erstattungen deiner Krankenkasse und/oder anderen Versicherungen
    • Zahlungsnachweis(e), siehe auch die nächste Frage
    • Rezeptkopie (rot oder blau!) mit der das Hilfs- oder Heilmittel verschrieben wurde

    Alle Belege müssen in deutscher Sprache verfasst, im Kalenderjahr der Antragstellung ausgestellt und die Beträge müssen in Euro ausgewiesen sein.

    Du kannst die benötigten Belege einscannen oder gut lesbar fotografiert hochladen. Als Dateiformat akzeptieren wir PDF-, JPG- oder TIF-Dateien. Bitte beachte dabei die maximale Dateigröße von 5 MB.

    Wichtig: Ein Kostenvoranschlag oder ein Beleg über eine Anzahlung reichen nicht für eine Förderung aus!
     

  • Was sind „Zahlungsnachweise“?

    Für alle Kosten, die wir erstatten oder bezuschussen, benötigen wir den Nachweis, dass du sie vollständig gezahlt hast. 

    Als Zahlungsnachweise gelten:

    • Kontoauszüge, aus denen ersichtlich ist, dass du den Betrag bezahlt hast (selbstverständlich kannst du bei deinen Kontoauszügen die anderen Beträge oder Ausgaben schwärzen oder unkenntlich machen)
    • ein Kreditkarten-/Überweisungsbeleg, aus dem die Zahlung hervorgeht
    • eine Quittung oder die quittierte Rechnung mit einem Vermerk „Bezahlt mit PayPal“, „Betrag dankend erhalten“ o. ä.
       
  • Ist die Höhe des Zuschusses vom Einkommen abhängig?

    Nein, die Förderung ist nicht einkommensabhängig.

  • Wie kann ich mein Hilfs- und Heilmittelbudget nutzen?

    Du hast ein jährliches Budget für Hilfs- und Heilmittel in Höhe von 600 Euro. Dieses Budget umfasst die folgenden Leistungen:

    • Brillenförderung (alle zwei Kalenderjahre, bis 300 Euro)
    • verordnete medizinische Hilfs- und Heilmittel (bis 600 Euro)
    • berufsbezogene Hilfsmittel (bis 125 Euro)
    • Physio für Dich-Gutschein (einmal pro Jahr, Wert: 125 Euro)
    • Hörgeräteförderung (300 Euro pro Jahr pro Ohr)

    Du kannst die einzelnen Bestandteile des Budgets nutzen, bis dein Budget von 600 Euro aufgebraucht ist. 

    Bitte reiche uns deine Belege und Quittungen erst ein, sobald sie zusammen mindestens 50 Euro ausmachen. Das vereinfacht die Bearbeitung deines Antrags. Falls am Ende eines Jahres deine Belege/Quittungen dennoch weniger als 50 Euro ausmachen, kannst du sie uns selbstverständlich einreichen.

    Für die Einzelleistungen gelten ggf. weitere Bedingungen. Die Informationen dazu findest du beim jeweiligen Produkt.

  • Kann ich die Fondsleistungen nutzen, wenn ich im Ruhestand bin?

    Nein. Es muss ein aktives Beschäftigungsverhältnis mit einem Unternehmen bestehen, das einen SozialSicherungs-Tarifvertrag abgeschlossen hat.

    Unsere Leistungen werden ausschließlich aus Mitteln finanziert, die auf Grundlage dieses Tarifvertrags bereitgestellt werden. Wie bei allen tarifvertraglichen Leistungen können auch wir unsere Leistungen nur dann gewähren, wenn der Tarifvertrag noch persönliche Gültigkeit hat. Das ist bei Kolleg:innen, die nicht mehr im Erwerbsleben stehen, nicht der Fall.

  • Wie läuft ein Online-Förderantrag ab?

    1.    Antrag ausfüllen
    Du musst den Antrag vollständig ausfüllen, Verträge, Rechnungen und Zahlungsbelege vollständig und gut lesbar hochladen.
    Um keine Fonds-News zu verpassen, solltest du die Newsletter-Anmeldung anklicken.
    Anschließend sendest du den Antrag ab.

    2.    Antrag bestätigen
    Damit wir sicher sein können, dass wirklich du den Förderantrag gestellt hast, erhältst du von uns eine Bestätigungsmail. In dieser Mail gibt es einen Bestätigungslink. Diesen Link musst du innerhalb von 14 Tagen nach Antragstellung anklicken, da wir den Antrag ansonsten nicht bearbeiten. 

    Falls du unsere Bestätigungsmail nicht innerhalb weniger Minuten erhalten hast, sieh im Spamordner deines E-Mail-Programms nach.

    Nachdem du den Bestätigungslink angeklickt hast, geht alles automatisch: Wir prüfen bei der EVG, ob du unsere Leistungen in Anspruch nehmen darfst und bearbeiten deinen Antrag.
    Sollte etwas unklar sein oder fehlen, schreiben wir dich über die angegebene E-Mail-Adresse an und warten auf deine Antwort. Prüfe daher regelmäßig deinen Posteingang.

    Unsere Bestätigungsmail enthält auch einen Link, mit dem du jederzeit den aktuellen Bearbeitungsstand deines Antrags einsehen kannst.

    Sobald alles geprüft und genehmigt wurde, bekommst du unsere Zusage ebenfalls per E-Mail.